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Gastro-Trends

Kochen mit neuen alten Gewürzen

1. Januar 2016

Fuchsschwanz, Gänsefuss und Salbei sind keineswegs neue Fleischtrends. Ganz im Gegenteil! Die sogenannten Pseudogetreide werden von uns gerade neu entdeckt, gehören aber teilweise zu den ältesten Nahrungsmitteln der Welt.

Sie sind zurzeit in aller Munde: die Pseudogetreide Amarant, Quinoa, Buchweizen und Chia-Samen. Die ersten drei dieser Pseudogetreide lassen sich gleich verwenden wie echte Getreidearten. Sie bieten diesen gegenüber aber den Vorteil, dass sie keine Gluten enthalten und daher für Menschen mit Glutenunverträglichkeit gut geeignet sind. Amarant und Quinoa gehören beide der Familie der Fuchsschwanzgewächse an, Chia-Samen sind Salbeigewächse.

Besser bekannt in unseren Breitengraden ist vermutlich der Buchweizen. Seine Körner besitzen einen hohen Proteingehalt und sind reich an Nahrungsfasern, Eisen sowie Magnesium und Vitaminen.

Ein regelrechter Hype hat sich um die Chia- Samen entwickelt: ob im Müesli, Pudding oder Salat – das sogenannte «Superfood» ist allgegenwärtig. Als «Superfood» wird Nahrung mit einem speziell hohen gesundheitlichen Nutzen verstanden. (In Tat und Wahrheit handelt es sich dabei aber eher um eine Marketingschöpfung als um eine bahnbrechende Neuentdeckung.)

Die Samen dieses Salbeigewächses enthalten ferner ähnliche Inhaltsstoffe wie Leinsamen. Diese sind zwar nicht so hip und exotisch wie die Chia-Samen, erfüllen aber denselben Zweck, sind erheblich günstiger und können hierzulande gut angebaut werden.

Was man den mexikanischen Salbeisamen aber lassen muss: Ein Chia-Pudding sieht bestechend originell aus und glänzt durch seine überaus einfache Herstellung.