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Gastro-Trends

Essen macht schön

1. September 2018

Begriffe wie «Beauty-Food» und «Superfood» sind zurzeit in aller Munde. Besonders das Konzept des Superfoods ist allgegenwärtig – so sehr, dass es scheinbar jeden Tag ein neues sogenanntes Superlebensmittel gibt.

Genau betrachtet sind Superfoods normale, gesunde Lebensmittel, es gibt keine klaren Anforderungen an ein Nahrungsmittel, um als Superfood zu gelten. Grundsätzlich kann also jedes gesunde Essen dieser Beschreibung entsprechen. Oft passiert es, dass Obst oder Gemüse, das erfahrungsgemäss unbeliebt oder irgendwie in Vergessenheit geraten ist, als Superfood vermarktet wird – das Interesse der Verbraucher wird so von Neuem geweckt. Ein negativer Nebeneffekt dieses Trends besteht in der Annahme des Verbrauchers, dass gesunde Lebensmittel wie Äpfel, Hafer und Spinat ernährungsphysiologisch vermeintlich schlechter sind. Auf der anderen Seite hat der Begriff Wunder gewirkt und weniger bekannte nahrhafte Lebensmittel, wie alte Getreidesorten, wieder in Umlauf gebracht.


Oft gehen Superfoods und sogenannte Beauty-Foods Hand in Hand. Das Konzept der Schönheitsnahrung bezeichnet im Wesentlichen nährstoffreiche, entzündungshemmende Nahrungsmittel, die unseren Körper von innen heraus gesund halten – Schönheit kommt ja bekanntermassen von innen. Es geht hier also nicht um Eitelkeit, sondern darum, wie sich ein gesundes Inneres von aussen zeigt. Dass das Essen nebenbei auch noch fotogen sein muss, kommt vor allem aus der trendigen Food-Blogger-Szene.
Kurz: Es ist nichts Falsches daran, sich dem Superfood des Tages hinzugeben, solange man nicht vergisst, dass auch herkömmlich gesunde Lebensmittel gut sind und einen Platz in einer ausgewogenen Ernährung verdient haben.