zurück zur Übersicht

Gastro-Trends

Die alpine Küche im Wandel

1. Januar 2016

Die rustikale Alpenwelt und der urbane Mensch: Tradition und Moderne vereinen sich auch in der alpinen Gastronomie zu einem neuen, interessanten Hybrid. Hohe Küche in windigen Höhen.

Alpine Küche ist nicht gleichzusetzen mit Skihütten-Küche. Die alpine Küche bietet weit mehr als Bratwurst an Zwiebelsauce oder das zu Tode frittierte Schnitzel mit Pommes Frites. Nicht nur in der Mode werden traditionelle Stoffe und Muster wiederaufgenommen, auch in der Küche gewinnt die Tendenz, dem Altbekannten ein neues Kleid zu verpassen, wieder an Bedeutung. Alpine Kulinarik befindet sich im Wandel:

Die währschaftlichen Rezepte werden raffinierter und ausgeklügelter zubereitet und präsentiert, aber verlieren dabei dennoch ihren eigentümlichen Charakter nicht.

Die zeitgenössische alpine Küche vereint zwei vermeintlich gegensätzliche Werte: Tradition und Moderne. Das Ineinander übergehen dieser Bereiche ist ein trendiges Element der kreativen Küche.

Die Urtümlichkeit der Natur, ihr «back-to-basics» und der Wunsch nach lokalen Werten und Produkten motivieren die Köche der Berge zu neuen Höhenflügen.

Lokal muss nicht «einfach» heissen, aber eine gewisse Schlichtheit kann ein Gericht hervorheben. Die neue Definition der lokalen Küche lässt uns alte Wege neu entdecken: Warum die Knöpfli nicht mit einer Trüffel-Emulsion und Lauchheu garnieren? Oder die bekannten Genüsse durch unerwartete Kombinationen ergänzen? Auch die bunte Blütenpracht der Alpenwiesen findet ihren Weg oftmals auf die Teller.

Re-defining Local bedeutet nicht die Abkehr von der Moderne, vielmehr wird die Tradition dadurch Teil der Zukunft! Wir dürfen gespannt bleiben, mit welchen Überraschungen die – hohe – alpine Küche weiterhin aufwartet.